Polizeieinsatz

Großer Polizeieinsatz gegen die Poser- und Tuningszene

Düsseldorf/NRW – Mit einer weiteren großen Aktion kontrollierten die Beamten der Direktion Verkehr der Düsseldorfer Polizei auch gestern bis in die späten Abendstunden Fahrzeuge und Personen aus der „Poser- und Tuningszene“. Es kam zu zahlreichen Beanstandungen.

Auf Grund eines Treffens der Szene in Rath hatten die Spezialisten der Verkehrsdirektion mit Unterstützung weiterer Polizisten am Abend eine Kontrollstelle eingerichtet. Hierbei wurden anreisende motorisierte Veranstaltungsteilnehmer kontrolliert.

Der Anreiseverkehr zur Veranstaltung wurde in eine Kontrollstelle an der Theodorstraße geleitet. Im Rahmen der Kontrollen wurden zwei Fahrzeuge sichergestellt.

(Foto-Credit: Gerhard Berger)

In einem Fall wurde nach Rücksprache mit dem zuständigen Amtsgericht Düsseldorf ein Smartphone sichergestellt. Es bestand der Verdacht, dass mithilfe einer App ein nachträglich verbautes Motorsteuergerät (Chiptuning) ein- sowie ausgeschaltet werden kann. Somit könnte z.B. die Leistung des betroffenen Fahrzeugs von 313 PS auf ungefähr 406 PS gesteigert werden. Die Lärmemissionen erhöhen sich hierdurch erheblich.

Weiterhin konnte festgestellt werden, dass Veranstaltungsteilnehmer aus angrenzenden Bundesländern (Niedersachsen und Hessen) mit ihren Fahrzeugen angereist waren. Die Maßnahmen vor Ort sollen verdeutlichen , dass Düsseldorf kein Treffpunkt für die überregionale Tuner-, Raser-, und Poserszene sein darf.

(Foto-Credit: Gerhard Berger)

Nachdem der Anreiseverkehr zur Veranstaltung beendet war, wurden die Einsatzkräfte in die Innenstadt Düsseldorfs verlagert. Hierbei konzentrierte man sich auf die bekannten Hotspots der Tuner-, Raser- und Poserszene in der Landeshaupstadt. So wurde vor allem der Fokus auf die Hotspots Königsallee sowie die Heinrich-Heine-Allee gelegt.

(Foto-Credit: Gerhard Berger)

Es wurde jedoch auch die weiteren bekannten Strecke wie z. B. der Medienhafen und der Südring durch Einsatzkräfte angefahren. Wegen des guten Wetters war die Altstadt sehr gut besucht. Dementsprechend konnte das typische Verhalten der Szene (Aufheulen des Motors, starke Beschleunigungen der Fahrzeuge, etc.) beobachtet werden. Die entsprechenden Kontrollmaßnahmen wurden eingeleitet.

(Foto-Credit: Gerhard Berger)

Auch hier führten die Maßnahmen zu zwei Sicherstellungen von Fahrzeugen. Die Kontrollen wurden durch zahlreiche Altstadtbesucher wahrgenommen. Insgesamt wurden während des Einsatzes 58 Fahrzeuge im Zusammenhang mit der Problematik kontrolliert. Im Rahmen dessen ergaben sich bei 37 Fahrzeugen Beanstandungen.

Hier die genaue Bilanz:

18 Anzeigen wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis (dazu 4
Verwarngelder), 19 Kontrollberichte, 3 Anzeigen Geschwindigkeit (1
mal 52 Stundenkilometer Überschreitung), 3 Verwarngelder Sonstiges, 1
Anzeige Gurt, 2 Anzeigen Rotlicht, 1 Verstoß Feinstaubplakette, 2
Anzeigen Handy, 4 Pkw-Sicherstellungen (1 Handy-Sicherstellung).

Die Düsseldorfer Polizei kündigt jetzt schon weitere große
Kontrollaktionen an.

(Quelle: Pressemeldung Polizei Düsseldorf)